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  Jägerschaft der Kreisgruppe Fürth im Landesjagdverband Bayern e. V.
Der sichere Weg zur Jägerprüfung
       
 
Zum 01.01.2001 ist die neue Bayer. Jäger- und Falknerprüfungsordnung (JFPO) in Kraft getreten. Die neue Verordnung bringt eine Reihe von einschneidenden Veränderungen bei der Jägerprüfung und insbesondere bei der Falknerprüfung mit sich, die im Folgenden bereits berücksichtigt sind. Unter anderem wird ab dem Jahr 2001 in Bayern nunmehr zweimal pro Jahr eine Jägerprüfung durchgeführt.

Die Jägerprüfung wird von Prüfungsausschüssen durchgeführt, die bei allen höheren Jagdbehörden (Regierungen) in Bayern gebildet sind.

Bewerber für die Jägerprüfung haben sich jeweils zwei Monate vor dem Termin der schriftlichen Prüfung bei der für den Wohnsitz der Bewerber zuständigen Jagdbehörde oder bei der Jagdbehörde, in deren Bezirk die Bewerber den Ausbildungslehrgang besuchen, schriftlich anzumelden. Der Anmeldung ist der Nachweis über die Einzahlung der Prüfungsgebühr beizufügen, ein Führungszeugnis, das nicht älter als sechs Monate sein darf, bei Minderjährigen die schriftliche Einverständniserklärung des gesetzlichen Vertreters, der Nachweis über die Teilnahme an einer jagdlichen Ausbildung oder - bei Prüfungsvorbereitungen außerhalb Bayerns - über eine vergleichbare Ausbildung (mindestens 120 Stunden, auf den praktischen Teil der Ausbildung müssen mindestens 60 Stunden entfallen), gegebenenfalls ein Nachweis über die Teilnahme an einem Lehrgang für die Fallenjagd.

Die Prüfungsgebühr beträgt derzeit 255.-- Euro.

Die Prüfung wird zweimal im Jahr durchgeführt, und zwar jeweils beginnend mit der schriftlichen Prüfung. Der erste Termin für die schriftliche Prüfung fällt regelmäßig in die Mitte des Monats Januar; die zweite schriftliche Prüfung findet Mitte des Monats Juni statt. Die Prüfung selbst besteht aus dem schriftlichen Teil, dem mündlichen Teil und dem jagdlichen Schießen einschließlich Handhabung der Waffe.

Die Prüfung umfasst im schriftlichen und mündlichen Teil folgende Sachgebiete (abgekürzt):
· Jagdwaffen, Jagd- und Fanggeräte
· Biologie der Wildarten
· Rechtliche Vorschriften
· Wildhege, Jagdbetrieb und jagdliche Praxis
· Jagdhundewesen
· Naturschutz, Land- und Waldbau, Wild- und Jagdschadensverhütung.

Im schriftlichen Teil der Prüfung hat der Bewerber 100 Fragen, die etwa gleichmäßig auf die Sachgebiete verteilt sind, durch Ausfüllen eines Fragebogens zu beantworten.

Die schriftliche Prüfung findet jeweils landeseinheitlich am selben Tag statt; die Termine werden rechtzeitig, unter anderem auch in der jagdlichen Presse, bekannt gegeben. Der schriftliche Teil der Prüfung ist nicht bestanden, wenn mehr als ein Viertel der Fragen nicht, nicht richtig oder nicht vollständig beantwortet ist. Der Bewerber scheidet damit von der weiteren Teilnahme an der Prüfung aus.


Im mündlichen Teil der Prüfung sollen insbesondere die in der jagdlichen Ausbildung erworbenen praktischen Kenntnisse der Bewerber möglichst anhand von Anschauungsmaterial ermittelt werden. Der mündliche Teil der Jägerprüfung findet bei der Regierung von Mittelfranken ca. vier bis fünf Wochen nach dem jeweiligen Termin der schriftlichen Prüfung im Naturkundehaus des Tiergartens der Stadt Nürnberg statt.

Ob beim Bestimmen von Waldbäumen und Sträuchern ... oder beim Erkennen der heimischen jagdbaren Tiere - in der mündlichen Prüfung sollen wor allem die praktischen Kenntnisse der Bewerber geprüft werden.


Das jagdliche Schießen besteht aus zwei Disziplinen:
· Büchsenschießen
· Flintenschießen.
Hierbei müssen entsprechende Trefferergebnisse erzielt werden. Außerdem hat der Bewerber ausreichende Leistungen in der Handhabung der gebräuchlichen Jagdwaffen nachzuweisen.

Im 3. Teil der Prüfung müssen die Bewerber zunächst beim Schrotschießen (Bild), sowie beim Büchsenschießen bestimmte Trefferergebnisse erzielen. Handhabung der Jagdwaffen


Der 3. Teil der Jägerprüfung findet bei der Regierung von Mittelfranken auf der Schießanlage des Jagd- und Sportschützenvereins Herrieden e. V. in Deffersdorf statt.